Straßen.NRW: Grüne kritisieren Kahlschlag an L418

Politik   14.04.2022 | 11.17 Uhr

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Früher sah man den Radweg nicht: Die Landesstraße 418 im Bereich Freudenberg. | Foto: Marcus Müller

Wo vor­her sat­tes Grün die Sei­ten säum­te, hat der Lan­des­be­trieb Straßen.NRW zum Kahl­schlag ange­setzt: Seit eini­gen Wochen ist ein mas­si­ver Rück­schnitt der Bäu­me ent­lang der L418 zwi­schen Rons­dorf und Hah­ner­berg zu beob­ach­ten. Die­ser wird mit einem Pilz­be­fall nach der Dür­re der letz­ten Jah­re erklärt und damit, dass der Stark­re­gen ver­ein­zelt Wur­zeln unter­spült habe: „Das ist zwar nach­voll­zieh­bar“, bemän­gelt der Land­tags­kan­di­dat Andre­as Zawi­e­ru­cha von Bünd­nis 90 /​ Die Grü­nen, „den­noch wer­den Wuppertaler*innen hier schlicht vor voll­ende­te Tat­sa­chen gestellt“. Von einer Wie­der­auf­fors­tung sei bis­lang kei­ne Rede.

Es stel­le sich die Fra­ge, so sein Kol­le­ge Marc Schulz (der im Land­tags­wahl­kreis antritt, zu dem auch der Bezirk Kothen-Lich­ten­platz gehört), ob die Lan­des­re­gie­rung kurz vor der Land­tags­wahl Fak­ten schaf­fen wol­le, um den Aus­bau der L418/​L419 zur Auto­bahn zu for­cie­ren. „Die aktu­ell vor­lie­gen­de Pla­nung für eine über­di­men­sio­nier­te Auto­bahn auf den Süd­hö­hen muss über­dacht wer­den“, for­dert er.

Statt Fak­ten zu schaf­fen, brau­che es eine Neu­auf­nah­me des Ver­fah­rens, erklärt die Grü­nen-Kan­di­da­tin im Rons­dor­fer Wahl­kreis und Cro­nen­ber­ger Bezirks­ver­tre­te­rin Eva Miri­am Fuchs. „Die Zeit, in der Kli­ma­schutz nur eine neben­ge­ord­ne­te Rol­le gespielt hat, muss jetzt enden. Das schul­den wir unse­ren Kin­dern und Enkeln.“ Eine Ver­kehrs­wen­de sei nicht nur im Rah­men des Kli­ma­schut­zes gebo­ten, son­dern auch zur Ver­bes­se­rung der Lebens­qua­li­tät: „Stu­di­en zei­gen: Mehr Platz für Autos schafft nur mehr Autos. Wir müs­sen aus die­sem ver­kehrs­pla­ne­ri­schen Zir­kel­schluss end­lich aus­stei­gen und begin­nen, attrak­ti­ve Alter­na­ti­ven zu schaf­fen. Ich for­de­re Straßen.NRW dazu die Rän­der der L418/​L419 neu zu bepflan­zen“, betont Fuchs.

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