Betrüger geben sich online als Familienmitglied aus

Blaulicht   18.10.2022 | 17.18 Uhr

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Zum Wochen­be­ginn gab es gleich zwei Betrugs­ver­su­che im ber­gi­schen Städ­te­drei­eck – einer davon war erfolg­reich. Dabei kon­tak­tier­ten die bis­lang unbe­kann­ten Täter die älte­ren Opfer über eine Messaging-App.

Eine 60-Jäh­ri­ge in Rem­scheid erhielt am gest­ri­gen Mon­tag, 17. Okto­ber 2022, eine Anfra­ge auf ihrem Mobil­te­le­fon. Unter einer unbe­kann­ten Num­mer gab der ver­meint­li­che Betrü­ger an, der Sohn der Dame zu sein und drin­gend Geld zu benö­ti­gen. Die Rem­schei­de­rin ent­schied sich aller­dings, kei­ne Über­wei­sung zu täti­gen und kon­tak­tier­te die Polizei.

Am glei­chen Tag erhielt auch ein 79-jäh­ri­ger Fami­li­en­va­ter aus Wup­per­tal eine Text­nach­richt, in der er um Geld gebe­ten wur­de. In der Annah­me, er sei von sei­ner Toch­ter kon­tak­tiert wor­den, folg­te er der Bit­te und über­wies einen Geld­be­trag in vier­stel­li­ger Höhe. Nach Rück­spra­che mit der Toch­ter, die ihn nicht ange­schrie­ben hat­te, erstat­te­te auch er Anzei­ge bei der Poli­zei – das Kri­mi­nal­kom­mis­sa­ri­at hat in bei­den Fäl­len die Ermitt­lun­gen aufgenommen.

Die Wup­per­ta­ler Poli­zei warnt in die­sem Zusam­men­hang noch ein­mal aus­drück­lich: Wenn sich ver­meint­li­che Bekann­te oder ver­wand­te Per­so­nen über Nach­rich­ten­diens­te mit frem­der Ruf­num­mer mel­den, die „Poli­zei“ Wert­sa­chen in Sicher­heit brin­gen möch­te oder unbe­kann­te Per­so­nen Geld und Wert­sa­chen für die Beglei­chung von angeb­li­chen Zah­lun­gen in Not­si­tua­tio­nen abho­len möch­ten, soll­te man miss­trau­isch werden. 

In jedem Fall soll­ten die Anga­ben über­prüft und Rück­spra­che mit der ent­spre­chen­den Per­son unter den bekann­ten Tele­fon­num­mern gehal­ten wer­den. Wenn man eine sol­che ver­däch­ti­ge Nach­richt erhält, soll­te man sich nicht scheu­en, die Poli­zei dar­über zu infor­mie­ren. Bei Fra­gen kann man sich auch an die kri­mi­nal­po­li­zei­li­che Bera­tungs­stel­le der Wup­per­ta­ler Poli­zei unter der Tele­fon­num­mer 02 02 /​ 2 84–18 01 wenden.

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